Quelle: Märkische Oderzeitung, Strausberger Ausgabe vom 05.01.2000

Briefe an die Märkische Oderzeitung

Jagdgesellschaft wurde nicht informiert

Zu "Eine neue Heimat für Isegrim" (MOZ vom 27. Dezember):

Als Vorsitzender der Jagdgesellschaft Buckow, deren Mitglieder vorrangig die im Naturpark Märkische Schweiz gelegenen Jagdbezirke bejagen, habe ich mit Verwunderung die Äußerungen von Herrn Grützmacher zur Kenntnis genommen, die der Autor des Beitrages zitiert. Das Zitat lautet: "Die Praxis sieht so aus, dass immer wieder einzelne Jäger heimlich die ganzjährig geschützten Wölfe als streunende Schäferhunde erschießen - auch wenn der Landesjagdverband als Ganzes selbstverständlich nichts dafür kann."

Wenn Herr Grützmacher von solchen Vorfällen Kenntnis hat, so wäre es seine Pflicht, sie bei der Unteren Jagdbehörde anzuzeigen. Der Landesjagdverband und ebenso unsere Jagdgesellschaft erhielten dann über die Vorgänge Bescheid und könnten dagegen vorgehen.

Da das bisher seit Jahren nicht erfolgte, erscheint es eher unwahrscheinlich, dass der Experte Herr Grützmacher auch diese Erfahrungen am Stadtrand von Rom gesammelt hat. "In Italien kommen die Wölfe sogar bis an den Stadtrand von Rom" so hatte er gehört.

Sollte er aber doch die hiesige Jägerschaft gemeint haben, dann hat er leichtfertig unbewiesene Behauptungen aufgestellt.

GÜNTER SACHERT
Jagdgesellschaft Buckow e. V.