Quelle: Märkische Oderzeitung, Strausberger Ausgabe vom 11.01.2000


Waldsieversdorf

56 Verträge zum Schutz der Natur

Waldsieversdorf (dkz/MOZ) Insgesamt 56 Verträge mit 33 verschiedenen landwirtschaftlichen und Fischereibetrieben, privaten Landwirten, Schäfern und Vereinen sind im vergangenen Jahr im Rahmen des Vertragsnaturschutzes von der Naturparkverwaltung Märkische Schweiz abgeschlossen worden. Das geht aus einer Übersicht hervor, die von Ivonne Dybek, Mitarbeiterin der Naturparkverwaltung, zusammengestellt worden ist.

Danach sind insgesamt 240 000 Mark aufgewendet worden. Von den verschiedenen Maßnahmen waren mehr als 750 Hektar betroffen. Allein mit Blick auf ein Hauptziel, die Erhaltung und zum Teil Wiederherstellung der offenen Kulturlandschaft, wurden 15 Verträge zur Landschaftspflege mit Tieren abgeschlossen. Sie beinhalten vor allem die Beweidung mit Schafen.


Streuobstwiesen sind wichtiges Merkmal


Weitere Programme konzentrieren sich auf die Neupflanzung von Streuobst und Alleebäumen sowie deren Pflege, auf umweltschonende Ackerbauverfahren, also keinen Einsatz von Chemie, und Hilfsmaßnahmen für Wiesenbrüter. Dabei geht es vor allem um Ausgleichszahlungen für Einbußen durch eine spätere Mahd. Auch für die Nichtbewirtschaftung von Pufferzonen zu Biotopen wurden Mittel bereitgestellt, wie Rene Klinger, der Leiter der Naturwacht, erläuterte.

Im Bereich extensive Teichwirtschaft und Gewässerökologie wird vertragsgemäß Nutzungsausfall für nichtgemähte Schilfflächen, für den Nichtbesatz mancher Teiche und für das Ablassen mancher Teiche mit dem Ziel gezahlt, Vögeln Rastplätze zu schaffen.

Besonders großes Augenmerk wird laut Naturparkverwaltung auf das Anlegen von Streuobstwiesen gerichtet. Sie seien ein charakteristisches Merkmals der Brandenburgischen Kulturlandschaft. So wurden unter anderem in Ihlow 34 und in Hermersdorf 22 Obstbäume gepflanzt. Nach dem Diebstahl von sieben Apfelbäumen wurde an der Straße zwischen Grunow und Ihlow nachgepflanzt.