Ein Dorf mit sechs TeichenQuerbeet-Gespräch in Ihlow: Beifall zur Sanierung, Argwohn gegenüber FFHIhlow (rj/MOZ) Ihlow, das kleine Dorf mit den sechs Teichen, soll diesen Reichtum stärker zur Geltung bringen können. Dazu müssten die Teiche saniert, verlandete Wasserflächen ausgebaggert, ein zugeschütteter Teich vielleicht sogar wiederhergestellt werden. Der Leiter der Naturparkverwaltung Gerhard Grützmacher trug mit diesem Anliegen beim jüngsten Querbeet-Gesprach beinahe Eulen nach Athen denn einen solchen Faden spinnen die Ihlower seit Anfang der 90er Jahre. Der vor zehn Jahren in eigener Regie gesäuberte Modderpuhl oder der im Winter 91/92 mit Fördermittelhilfe sanierte Schmiedepuhl sind belegbare Beispiele. Später traten Eigentumsfragen deutlicher zutage, Landesmittel wurden rarer, die eigenen Möglichkeiten zunehmend beschränkter. "Das Dorf hat nichts dagegen" drückte Gemeindevertreter Klaus Gelhar das unverminderte Interesse Ihlows an sauberen ordentlichen Teichen aus, "wichtig ist, dass Ihr dranbleibt am Geld." Bürgermeister Randolf Wiese erinnerte daran, dass die Naturparkverwaltung bereits 1999 von Sanierung und Fördermittelanträgen gesprochen, sich allerdings seitdem nichts gerührt habe: "War das etwa nur ein Missverständnis?" "Nur ein anderer Akzent", konterte Grützmacher und suchte Verständnis für die Langfristigkeit eines so umfangreichen Vorhabens zu erzeugen. Um mit den Ihlower Teichen ein Stück weiterzukommen, sei man jaeben hier. Doch nicht "Ihr" oder "Ihr", nur Gemeinsamkeit in der Sache kann deshalb weiterbringen. Während die Kommune über den Bereich Liegenschaften die Eigentumsfragen klären sollte, könnten über die Naturparkverwaltung konkrete Förderprogramme geprüft werden. Recherchen zu den hydrologischen Gegebenheiten im Teichgebiet beim Wasser- und Bodenvefrband sind ebenso nützlich wie die Integration von Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Partnersuche, Kosten- und Arbeitsteilung gilt es anzugehen. Sinn macht auch die Anregung des Reichenberger Bürgermeisters, im Zusammenhang mit Studienaufträgen oder Diplomarbeiten von Studenten über Universitäten einen fachlichen Rückhalt zu sichern. Selbst der im Februar im Ihlower Schloss ein Praktikum absolvierende Landschaftsarchitekt könnte bereits in diese Maßnahme eingebunden werden, wie Prof. Anne Wolf vorschlug. Einen aus ihrer Sicht Pferdefuß machten die Ihlower an diesem Abend erst später aus. Die teilweise nur einige Monate mit Wasser gefüllten zahlreichen Hohlformen eigneten sich zugleich vorzüglich als Amphibiengewässer, näherte sich der Naturparkchef langsam der Tierwelt, in diesem Fall speziell der hier beheimateten Rotbauchunke. Damit war das Gespräch bei der in der Brandenburger Landbevölkerung mit großem Argwohn betrachteten Flora-Fauna-Habitat-Ausweisung (FFH) angelangt. Hier allerdings waren kaum Gemeinsamkeiten auszumachen. Die Ihlower bemängelten unzureichende Informationen und befürchten restriktive Einschränkungen. Auch nach dem Studium einer zu diesem Anlass durch Grützmacher übergebenen Infobroschüre habe sich an dieser grundsätzlichen Auffassung nichts Wesentliches geändert, sagte Bürgermeister Wiese telefonisch der MOZ. Abbildung: topgr. Karte
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