Noch gibt es keinen BewerberGarziner wählen am 9. April neuen BürgermeisterVonDETLEF KLEMENTZGarzin (MOZ) Wer wird neuer Bürgermeister in Garzin? Die Wahl findet zwar erst am 9. April statt, doch bislang gibt es noch keine Kandidaten für das Ehrenamt. Auch auf der Sitzung der Gemeindevertreter am Donnerstagabend fand sich niemand zur Kandidatur bereit. Monika Krüger hatte Ende Januar aus beruflichen Gründen das Mandat niedergelegt. Alles sei ordnungsgemäß verlaufen, "sie bekommt auch kein Honorar mehr, wie mancher im Bundestag", meinte augenzwinkernd der seither amtierende Bürgermeister Herbert Grabert. Informationen zum weiteren Ablauf gab Amtsdirektor Rolf-Dietrich Dammann. Danach werden die Wahlbenachrichtigungskarten bis zum 12. März in den Briefkästen stecken. Wahlberechtigte, die bis dahin keine Karte haben, müssten zum Einwohnermeldeamt gehen. Spätestens am 2. März (12 Uhr) müssen die Kandidaten im Amt ihre Wahlunterlagen eingereicht haben. Sollte sich bis dahin niemand finden, wird laut Dammann der Landrat den Wahltermin aufheben. Dann müssen die Gemeindevertreter einen der Dorfbewohner zum ehrenamtlichen Bürgermeister wählen. Wenn sich da niemand bereit erklärt... Weiter wollte der Amtsdirektor an diesem Abend nicht denken. "Bislang hat es immer vorher geklappt." Neben der geplanten Sanierung des Feuerwehrgerätehauses - hier soll im laufenden Jahr die Bauvorbereitung erfolgen - und der beschlossenen Fertigstellung der Modernisierungsarbeiten im Wohnblock Dorfstraße 34 a ließen sich die Gemeindevertreter über einen Komplex unterrichten, der allgemein für Unmut sorgt: die Ausweisung der von der EU geforderten FFH-Gebiete (Flora-Fauna-Habitat). Unter dem Namen "Natura 2000" will die EU damit ein europaweites Netz zum Schutz der vom Aussterben bedrohten Tier- und Pflanzenarten schaffen. Daria Swodenk vom Bauamt, Sachgebiet Umwelt, versuchte, Zielstellung und mögliche Auswirkungen zu erläutern. Allgemein wurde dabei kritisiert, dass weder die betroffenen Gemeinden noch die Eigentümer in die Entscheidungen einbezogen wurden. In einem Schreiben an das Ministerium für Landwirtschaft, Umweltschutz und Raumordnung hatten jüngst Amtsdirektor Dammann und und Buckows Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Schulze die Einhaltung des Status quo für diese Gebiete als Rahmenbedingung einer "umfassend nachhaltigen Entwicklung" gefordert. Sie äußersten die Befürchtung, dass "zusätzliche Reglementierungen zu einer totalen Blockierung von touristischen Projekten führen könnten". |