Brecht-Weigel-Haus"Postkartengrüße an BB"Buckow (MOZ) Mit einer Sonderschau der Bundeszentrale für politische Bildung startet das Brecht-Weigel-Haus in Buckow (Märkische Schweiz) in die diesjährige Sommersaion. Am Sonntag, 11 Uhr, wird hier die Ausstellung "BrechtPOSTille - Postkartengrüße an BB" eröffnet. Etwa 150 prominente Künstler, Politiker und Freunde sowie 50 "normale" Menschen namens Brecht hatten sich 1998 mit dem Dichter, Dramatiker und Theatermacher beschäftigt. Die leicht aphoristischen Formen der fiktiven Postkartengrüße reichen von Hendrik Lierschs Warnung "Beware of B.B." bis zu Luise Rinsers Geständnis "Sie fehlen uns sehr" oder Doris Schades Dank für die Zukunftsperspektive. Filmregisseurin Doris Dörrie hält Brecht vor: "Der V-Effekt war keine gute Idee: der funktioniert einfach nicht. Sorry." Der Theaterdrmaturg Hermann Beil zitiert aus Thomas Bernhardts Heldenplatz: "Die Wirklichkeit ist so schlimm, dass sie nicht beschrieben werden kann"... Im Mittelpunkt des diesjährigen Buckower Literatursommers steht jedoch Helene Weigel (1900 - 1971). Viele Veranstaltungen sind auf ihren 100. Geburtstag ausgerichtet. Eröffnet wird der Literatursommer am 12. Mai von der Brechtinterpretin Gina Pietsch. Ihr Programmtitel stammt aus einem Brecht-Gedicht über seine Ehefrau: "Helene Weigel - der brotbackenden, netzestrickenden, suppenkochenden Kennerin der Wirklichkeit." Parallel dazu gibt es eine Ausstellung, die die Weigel als große Schauspielerin und Intendatin des Berliner Ensembles zeigt, aber auch ihren Briefwechsel mit der SED-Spitze oder ihre Probleme, in den 60er Jahren ihr Theaterkonzept auf die Bühne zu bringen, reflektiert. Bis Ende August folgen 14 Termine. So wird unter anderem Sabine Kebir aus ihrem neuen Brecht-Buch "Abstieg in den Ruhm" lesen. Auf dem Programm stehen ferner ein Kunstmarkt, Filmvorführungen, ein Literaturfest und eine Matinee aus Anlass des 100. Geburtstags von Ernst Busch. "BrechtPOSTille", bis 23. April, Mi-Fr 10-12/ 13-16 Uhr, So 11-16 Uhr, ab 1. April Mi-Fr 13-17 Uhr und Sa/So 13-18 Uhr, Tel.: (033433) 467. Foto: Schmuckstück: das Brecht-Weigel-Haus in Buckow Foto: dpa |