Quelle: Märkische Oderzeitung, Strausberger Ausgabe vom 12.05.2000

Wohin mit Überweisungsbelegen ?

Ältere Waldsieversdorfer wünschen sich bei der Sparkasse einen Briefkasten

Waldsieversdorf (dkz/MOZ) Es hat in der Vergangenheit schon mehrere Anläufe gegeben. Erfolg war keinem beschieden. Nun hat Manfred Jahn erneut die Initiative ergriffen. Es geht um einen Überweisungsbriefkasten.

Der 68-jährige Jahn arbeitet aktiv im Heimverein (Heimatverein), und hat da vor allem mit älteren Bürgern zu tun. Diese häten wiederholt ihren Unmut über das Überweisungsproblem geäußert, sagt er. Da die Sparkasse MOL in Waldsieversdorf keinen Schalterraum mehr unterhalte, sondern lediglich noch einen Geldautomaten und Kontoauszugsdrucker, müssten die Überweisungsbelege zu den Geschäftsstellen, beispielsweise nach Buckow, Rehfelde oder Müncheberg, mitgegeben beziehungsweise gebracht werden.

"Ein Überweisungsbriefkasten würde die Sache erleichtern", findet nicht nur Manfred Jahn. Auch Bürgermeister Manfred Roth (Bürgermeister ist Manfred Werner) unterstützt mit Nachdruck das Anliegen. Zumal eine Sparkassen-Angestellte, die in Waldsieversdorf wohnt und in Müncheberg arbeitet, den Kasten regelmäßig leeren könnte, wie Jahn berichtet. Innerhalb kurzer Zeit hat er rund 30 Unterschriften für sein Ansinnen gesammelt. Geholfen hat es bislang nicht.

In einem freundlichen Schreiben spricht die Sparkasse von verhältnismäßig wenigen Aufträgen. Und auf Erfahrungen, nach denen die Briefkästen, die nicht unmittelbar zu einer Geschäftsstelle gehören, "nur sehr selten von den Kunden benutzt" würden. Gabriele Lehmann, die Leiterin des Vorstandssekretariats der Sparkasse MOL, bestätigt das gegenüber der MOZ. Ihren Hinweis, was man denn mache, wenn die angesprochene Kollegin krank sei oder Urlaub habe, sieht Manfred Jahn nicht als Problem. "Darüber können die Kunden ja informiert werden", meint er. Schwerer wiegt da schon das Vandalismus-Argument. Immer wieder seien Überweisungsbriefkästen außerhalb von Geschäftsstellen demoliert worden, berichtet Gabriele Lehmann. "Da ist beispielsweise Tinte oder Wasser durch den Schlitz gegossen oder Feuer gelegt worden." Dadurch seien Formulare vernichtet worden, was zu Problemen geführt habe.

Manfred Jahn und seine Mitstreiter verschließen sich diesem Argument nicht. Dennoch ist er der Meinung: "Die Sparkasse arbeitet mit unserem Geld, darum kann sie auch etwas für uns hier tun."

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    Hier an der Wand, unweiweit des Geldautomaten, könnte sich Manfred Jahn den Überweisungsbriefkasten gut vorstellen.   Foto: D. Klementz