Rücktritt vom Geldtopf zugunsten von GrunowPrioritätenliste beschäftigt Amtsausschuss erneutBuckow (dir/MOZ) Die Aufstellung einer gültigen Prioritätenliste für die Unterstützung von Investitionen im Jahr 2001, die an den Kreis weiterzuleiten ist, hat der Amtsausschuss Märkische Schweiz am Montagabend wieder vertagt. Obwohl sich die Mitglieder im Grundsatz einig waren, dass Buckow auf seinem Weg zur endgültigen Anerkennung als Kurort weiter unterstützt wird, sind Klagen von Bürgermeistern laut geworden, dass kleinere Amtsgemeinden seit Jahren nicht in den Genuss von Investitionshilfen kommen. Von den elf Amtsgemeinden seien nur fünf berücksichtigt, während in sechs nichts passiere. Momentan sind in der jüngsten Liste der Wunschprojekte, vom Bauamt als bewilligungsfähig eingestuft, vermerkt: Eigentumssicherung, Stadtsanierung, Ausbau Grundschule und Hort (erster Bauabschnitt) in Buckow. Sanierung der Gesamtschule in Rehfelde. Umbau der Scheune zum Feuerwehrgerätehaus in Garzin. Sanierung des Sportplatzes in Waldsieversdorf. Hinzu kommt in Grunow der Straßenbau in der Mittelstraße. Das Dorf hatte bisher keine Schwerpunktförderung erhalten. Als Probleme bei der Zuteilung der Investitionspauschale durch den Kreistag sind die Amtsausschussmitglieder am Montag schriftlich auf Folgendes hingewiesen worden: Angesichts der 4,2 Millionen Mark, die für den Feuerwehrneubau in Strausberg reserviert werden, bleiben im Bereich der § 21-Mittel (Gesamtsumme im Topf: sechs Millionen Mark), nur etwa 1,8 Millionen Mark für andere Wunschprojekt übrig. Es sei deshalb, höchst unwahrscheinlich, dass Buckow und Waldsieversdorf angesichts der anderen Kur- und Erholungsorte ihre Wünsche im vollen Umfang erfüllt bekommen. Chancen sehen die Experten für die Buckower Lindenstraße oder die Heimatstube. Bei dem Verkehrswege- und Wohnungsbau gibt es eine scharfe Konkurrenz der Anträge untereinander. Deshalb ist erwogen worden, dass bei den begonnenen Baumaßnahmen ein Ort zugunsten von Grunow zurücktritt. Das Dorf ist in den letzten Jahren immer wieder leer ausgegangen. Der Förderung des Wohnungsbaus in Garzin wird momentan keine Chance auf Realisierung eingeräumt, da das Amt Märkische Schweiz kein Wohnungsbau-Schwerpunkt im Kreis ist. Mit "gewissen Chancen" werden die beantragten Schulbaumaßnahmen in Rehfelde und Buckow bewertet - bei entsprechender Begründung. Da 1999/2000 schon 280 000 Mark für den Brandschutz in Klosterdorf geflossen sind, glaubt das Amt, dass die eine Million Mark Förderung nur scheibchenweise zu bekommen sind. |