Quelle: Märkische Oderzeitung, Strausberger Ausgabe vom 03.07.2000

Mischbrot zum sechsten Geburtstag

Einweihung des neuen Lehmbackofens zum sechsten Geburtstag des Ökohofes in Garzau

Garzau (ina/MOZ) In den vergangenen Jahren, sechs Jahren, ist Vieles gewachsen: Ein großer Nutzgarten und eine Tierfarm. In dieser Zeit wurde auch die alte Brennerei restauriert. Viele hölzerne Ställe für die rund 70 Tiere, eine Heimatausstellung und ein Heuhotel sind entstanden. Zu guter Letzt kam jetzt noch ein Lehmbackofen auf das Gelände. Darin hat Bäckermeister Henry Patzig aus Strausberg am Sonnabend beim Tag der offenen Tür des Ökohofs Garzau zum ersten Mal Mischbrote gebacken.

Auf der großen Wiese tummelten sich Besucher aus Berlin und Brandenburg. Die Schwestern Josefine (9) und Juliane (5) Müller aus Hohenschönhausen streichelten die Ponys. "Die gibt es bei uns zu Hause nicht", sagt Josefine. Die beiden Kinder waren zusammen mit ihrer Mutter auf den Hof gekommen, um Futter für ein Meerschweinchen und ein Kaninchen zu kaufen. Überhaupt hat der Ökohof einen guten Ruf bei den Hauptstädtern. Bianca Müller ist mit ihren zwei Söhnen und ihrem Mann über das Wochenende gekommen. Sie übernachteten in dem benachbarten Landhotel.

Der Verein Ökohof Garzau ist nach Angaben von Projektleiter Peter König aus einer Ausgründung der Steremat Strausberg entstanden. Zur Zeit arbeiten rund 30 ABM-Kräfte für den Verein. Sie bauen Tierfutter auf dem 27 Hektar großen Gelände für den Eigenbedarf an, vergrößern den Kräuter- und Gemüsegarten und pflegen die Tiere. Einige der Rassen wie das Wollschwein Egon gehören zu bedrohten Spezies.

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    Bäckermeister Henry Patzig backt im neuen Ofen.       MOZ-Foto: Ina Bockholt