Bunter Trubel für Wahrzeichen-ErhaltStorchenturmfest diesmal mit besonderer AtmosphäreVonTHOMAS BERGERRingenwalde. Das Wahrzeichen stand diesmal ganz besonders im Blickpunkt - das Storchenturmfest in Ringenwalde am vergangen Wochenende war auch ein Bekenntnis für den Erhalt der Adebar-Wohnung auf dem einstigen Brennereischornstein. Vieles, nicht zuletzt der Extrakt des bunten Programms, verlief in den gewohnten Bahnen. Doch etwas war anders an diesem 2000er Storchenturmfest. Obwohl es niemand so genau zur Sprache brachte, war das Festgeschehen rund um den A1ten Gutshof auch eine Demonstration der Ringenwalder für den Erhalt des historischen Feldstein- und Ziegelensembles. Vielleicht schien gerade deshalb das Treiben besonders ausgelassen, die Zusammenstellung mit besonder viel Liebe zu Detail und inhaltlicher Breite vorgenommen. Nach dem traditionellen Auftakt am Freitag mit Fackelumzug durch das Dorf und anschließenden Diskoklängen des in dieser Funktion bewährten Thomas Jahnke lockten am Sonnabend auch einige spezielle Leckerbissen. So hatten die Kinder des Ortes eine Episode des wohl weltberühmtesten Lausbubenpaares auf die Bühne gebracht. Max und Moritz, passend als naseweise Gören herausgeputzt, ließen den armen Schneider Meister Böck auf der von ihnen angesägten Brücke im Flusswasser versinken. Wie gut, dass weicher Teppichboden die hölzerne Brückenkonstruktion ersetzte. Den musikalischen Startschuss hatten die Jagdhornbläser gegeben, was ebenfalls zur guten Tradition zählt, und einmal mehr nach dem Erfolg im vergangenen Jahr zeigten auch die jungen Karatekünstler aus Müncheberg ihr Können. Applaus gab es für die fast unglaubliche Körperbeherrschung, mittels der sich ohne Verletzungen Bretter durchschlagen lassen. Countryshow und alte Lieder vom Hölschebure sowie die Batzlower Tanzgruppe rundeten das Programm ab, dessen weiterer Glanzpunkt die Westernreit-Vorführung war. Sylvia K. Lewing aus Werbig hat mehrere Jahre in den USA gelebt und dort viele Erfahrungen mit der besonderen Reittechnik gesammelt, die sie nun hierzulande weitergibt. Beim Westernreiten, führte sie an Beispielen eindrucksvoll vor, genügt ein Minimum an Hilfsmitteln, um mit dem Pferd zu arbeiten. Was für das Tier somit sehr schonend funktioniert, schlägt sich beispielsweise mit zentimetergenauer Beinarbeit auch für den Reiter positiv nieder. Fotos:
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