Oskanis beeindrucken mit gewagter HochseilartistikAuftritte in Waldsieversdorf und BuckowWaldsieversdorf/ Buckow. (dkz/MOZ) Sie ist weltberühmt, hat zahlreichen Berühmtheiten schon die Hand geschüttelt, selbst den Papst getroffen und steht im Guinness-Buch der Rekorde. Die Rede ist von der 22-köpfigen Oskani-Truppe, die derzeit durch das Land Brandenburg tourt und für je zwei Vorstellungen in Waldsieversdorf und Buckow Station macht. Am Freitag, 14. Juli, und Samstag 15. Juli, treten die Hochseilartisten jeweils um 20 Uhr auf dem Festplatz in Waldsieversdorf auf. Am Sonntag, 16. Juli, und Montag, 17. Juli, sind sie in Buckow über der Wiese neben der Gaststätte Schlossburg zu sehen. Die Artisten haben bereits an zahlreichen Rathäusern, Kirchtürmen, Schlössern und Wolkenkratzern ihr Können gezeigt. Der 299 Meter hohe Münchner Olympiaturm ist ihnen ebenso vertraut, wie das Berliner Europacenter. Sie laufen auf einem zwölf Milimeter starken Stahlseil mit verbundenen Augen, stehen Kopf und tanzen in schwindelerregender Höhe. Spektakulär ist auch die lebende Pyramide mit dem Motorrad. "Wir treten im Jahr rund 200-mal auf", sagt Carmo, der selbst mit eine schweren Honda-Geländemaschine das Seil bis in gut 20 Meter Höhe hinauffährt. "Wir waren schon in ganz Europa." Der 37-Jährige verweist gegenüber der MOZ auf die bis ins 17. Jahrhundert zurückreichende Tradition der Künstlerfamilie, die mit bürgerlichem Namen Neigert heißt. Die weit gereisten Künstler arbeiten ohne Netz und doppelten Boden und damit ohne jegliche Sicherheit. Nach eigenen Angaben sind die Oskanis die einzige Hochseilartistikgruppe, die noch von Ort zu Ort zieht und auf Marktplätzen oder Festwiesen ihre atemberaubenden Kunststücke vollführt. Dabei setzen sie auf die Ehrlichkeit der Besucher. Bei ihren Vorstellungen gibt es keine Absperrungen und keine Eintrittspreise. Nach jeder Vorstellung wird unter den Besuchern gesammelt. Carmo nennt einen Richtpreis von zehn Mark für Erwachsene und fünf Mark für Kinder.
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