Quelle: Märkische Oderzeitung, Strausberger Ausgabe vom 14.10.2000

Trotz Sparzwang baut Waldsieversdorf

Erste Lesung des Etats 2001 am Donnerstag

Waldsieversdorf (dir/MOZ) Die erste Lesung des Haushaltes 2001,Investitionen in der Gemeinde, ein Brief des Ministerpräsidenten an alle Bürgermeister, ein Antrag zum Bauen im Volksbad und der Straßenbeleuchtung sowie der Naturpark Märkische Schweiz beschäfftigten am Donnerstag die Gemeindevertreter in Waldsieverdorf.

Bürgermeister Manfred Werner fasste gestern gegenüber der MOZ das Ergebnis der Etatdiskussion 2001zusammen: "Die Auswirkungen des neuen Brandenburger Kita-Gesetzes und die absehbaren sinkenden Schlüsselzuweisungen für die Gemeinde zwingen zu drastischen Sparmaßnahmen im Verwaltungshaushalt. Finanziell nachteilig wirkt sich aus, dass wir zwei Kindertagesstätten im Ort haben.

Trotz alledem ist einstimmig beschlossen worden, dass wir mit eigenen Mitteln und mit Unterstützung der Arbeitsförderungsgesellschaft Märkische Schweiz einen behindertengerechten Zugang zum Volksbad bauen." Der Bürgermeister ist beauftragt, Fördermöglichkeiten zu erkunden.

Im nächsten Jahr sollen Investitionsmittel darüber hinaus für Sport- und Festplatz sowie das Heartfieldhaus fließen, Voraussetzung ist allerdings, das Geld aus der Investitionspauschale beschafft werden kann.

Dem Antrag des Volksbadpächters, ein ordentliches Cafe zu errichten, stimmten die Gemeindevertreter ebenfalls zu.

Noch im Jahr 2000, so informierte Manfred Werner, beginnt die Umrüstung der Beleuchtung im Ort. Gestartet wird ab Ecke Dahmsdorfer Straße Richtung Hasensprung und Bootsanlegesteg Es werden bessere und energiesparende Lampen installiert, gleichzeitig wird von Hoch- auf Erdleitungen umgerüstet.

Zugestimmt haben die Bürgervertreter auch dem Brief des Ministerpräsidenten zum Thema Ächtung des Rechtsextremismus. Jetzt wird in Gesprächen mit dem Bürger ein Koordinator "Gegen Fremdenfeindlichkeit und Gewalt" gesucht.

Die Waldsieversdorfer schließen sich der in einer offenen Stellungnahme vom Buckower Bürgermeister geäußerten Kritik an der Verwaltung des Naturparks Märkische Schweiz an. Sie war unter anderem an den Ausschuss für Landwirtschaft und Umwelt des Kreises gerichtet und soll auf dem November-Kreistag behandelt werden.