Haus am Berg als feste BurgBetrieb der Mutter-Kind-Klinik ist beachtlicher Wirtschaftsfaktor für BuckowBuckow (rj/MOZ) Abschiedsstimmung herrschte diese Woche in der Mutter-Kind-Klinik Haus Waldfrieden auf dem Werderberg. Georg Holzhauer, aus Altersgründen scheidender Geschäftsführer des Trägers Kur- und Reha-GmbH des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes Landesverband Baden-Württemberg, führte Nachfolger Melcher Franck ein. Wenn sich 58 Mitarbeiter in Buckow zu einer eigenen Veranstaltung vom "fernen" Geschäftsfahrer aus dem Schwarzwald verabschieden, dann müssen sie eine besondere Beziehung zu diesem Mann entwickelt haben. Wenn sich mehr als 20 Handwerker der Region zum kleinen Abschiedsempfang für Georg Holzhauer versammeln, sollten sie mit diesem einen gemeinsamen Faden gesponnen haben. Wenn sich Bürgermeister, Amtsdirektor, Gesundheits- und Sozialdezernentin des Landkreises mit höchst anerkennenden Worten zu Holzhauer einbringen, muss dieser hierzulande einiges bewegt haben. Er hat sich in den Jahren seit der Wende als ein Wirtschaftsförderer im besten Sinne eingeführt. Unbeeinflusst von verwandtschaftlichen Beziehungen in die Region oder finanzellen Erwägungen - der paritätische Wohlfahrtsverband darf durch die Anerkennung seiner Gemeinnützigkeit keinen Gewinn erwirtschaften - fiel seine Entscheidung zum Um- und Ausbau des früheren Müttererholungsheimes zur Mutter-Kind-Klinik innerhalb des Müttergenesungswerkes. Rund neun Millionen Mark flossen 1993 in den Umbau des Hauses nach modernem Standard. Gezielt wurden dabei viele örtliche Handwerksbetriebe integriert. Es war das bewusste Ja zum Standort Buckow, das Arbeitsplätze auf Dauer sichern und sich in das Kneippkurkonzept eingliedern sollte. Fakten, auf die Dr. Hans-Ulrich Schulze als Bürgermeister besonders verwies. "Dabei ist es nicht geblieben", resümiert Hermann Konrad, der Leiter der Klinik. In Kooperation mit der Stadt entstand die Kneippsche Physiotherapie für Patientinnen und Kurgäste. Die zwei neuen Mitarbeiterhäuser in der Wriezener Straße setzen nachahmenswerte Akzente im Stadtbild. Für die Klinik selbst ist zudem in nicht ferner Zeit ein Bewegungsbad geplant. Jeder dritte übernachtende Kurgast in Buckow bezieht sein Quartier im Haus Waldfrieden - ein Faktor, der sich in Zahlen schwer messen lässt. Mütter unternehmen hier Einkaufsspaziergänge, gehen mit ihrem Besuch am Wochenende Kaffeetrinken, mit den Kindern ins Kino. Die Mutter-Kind-Klinik erweist sich als eine Investition, die keinswegs in den Sand gesetzt wurde. Dank und ein wenig Wehmut waren so in dieser Woche durchaus angebracht. Foto:
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