Waldsieversdorf feiert 23. Jägerfest1432 gegründet, lädt Waldsieversdorf Ende Juli zum JägerfestUnweit von Buckow und keine Autostunde von Berlin entfernt, liegt mitten in der Märkischen Schweiz, umgeben von prächtigem Mischwald, direkt am Großen Däbersee, der reizvolle Ort Waldsieversdorf. Im Jahre 1253 erstmals urkundlich erwähnt, wird das Dörfchen wahrscheinlich 1432 durch die Hussiten und im Verlaufe des Dreißigjährigen Krieges weitestgehend zerstört und lange Zeit auch nur Wüste-Sieversdorf genannt. In Erinnerung brachte sich das Dörfchen wieder um 1900 durch den Fabrikanten Ferdinand Kindermann, der 1889 die Priestermühle und 250 Morgen Land kaufte und im September 1895 eine Villenkolonie gründete. Während Kindermann den Bau eines Sanatoriums verwirklicht, wird die Wüste-Sieversdorf in Waldsieversdorf umbenannt. Seither ist der Ort, wie Kindermann schreibt, "ein kleines Thüringen ganz dicht bei Berlin mit ausgedehnten Waldungen, saftigen Wiesen und wasserreichen Seen mit hübsch bewaldeten Ufern". Neben dem Sanatorium tragen die 1914 von Dührung gegründete höhere Lehranstalt, das Pädagogium und das Forstinstitut, das es seit 1928 mit der Abteilung Forstpflanzenzüchtung in Waldsieversdorf gibt, den Ruf des Ortes, besonders für Insider, weit in das Land. Einen noch größeren Bekanntheitsgrad erlangte das Dorf als FDGB-Ferienort, der in seinen besten Zeiten über 130 Urlauber je Durchgang hatte. Alljährlich feiert die Gemeinde das traditionelle Jägerfest, das seinen Ursprung in den forstlichen Einrichtungen, der zahlenmäßig starken Jägerschaft und im Ortsnamen· "Wald"-Sieversdorf hat. Im Juli 1978 wurde zum ersten Mal und seither jährlich zum Jägerfest eingeladen. Neben festen Programmpunkten, wie der stimmungsvollen Eröffnungsveranstaltung im Strandbad, und dem großen Volksfest, laden die Veranstalter seit 1994 zu einer Erlebnis-Wanderung jeweils samstags 7:00 Uhr mit einem anschließenden Waldfrühstück ein. Dieser idyllisch lukullische Programmpunkt ist für nicht wenige Besucher das "Beste vom Jägerfest". Fachlich-begleitet wird der Waldspaziergang mit Frühstück von Förstern, Jägern und Forstwissenschaftlern, die reichlich Forstbotanisches und Geschichtliches an die Wanderfreunde zu übermitteln haben. Auf seltene und geschützte Pflanzen sowie auf den 40 Arten umfassenden Baumbestand machen die Förster ebenso aufmerksam wie auf die reiche Vogelwelt. Uber 220 Vogelarten sind in der Märkischen Schweiz nachgewiesen. Ein paar von ihnen holen sich regelmäßig die Krumen von dem köstlichen Waldfrühstück. Überhaupt bietet das Jägerfest traditionell viel Unterhaltung und Information, Musik und Gesang, Spiel und Spaß und alles für das leibliche Wohl. Über drei Tage, vom 27. bis 30. Juli ist Stimmung angesagt. Weitere Informationen zum Jägerfest können unter Tel. (03 34 33) 720 abgerufen werden. Foto:
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