Sachorientiert und emotionslos Vermittlung in Gang bringenErste öffentliche Veranstaltung zum Mediationsverfahren am 19. FebruarBuckow (rj/MOZ) Die Märkische Schweiz, seit mehr als 100 Jahren Ausflugsziel für die Berliner, ist landschaftlich reizvoll wie wertvoll. Ein Jahrzehnt lang genießt die Region um Buckow daher schon einen besonderen Schutzstatus - keineswegs unumstritten bei Einheimischen. Sie fühlen sich in vielerlei Hinsicht in ihrem Leben eingeschränkt, stellen den Naturpark in Frage. Die Barrieren zwischen ihnen und der Naturparkverwaltung scheinen unüberbrückbar. Dies soll in einem so genannten Mediationsverfahren aufgebrochen werden. Distanz und Neugier, Abwarten und Hoffnung, Zweifel und Vertrauen - von alldem etwas bewegt die Gemüter der in dem Vermittlungsverfahren möglicherweise eingebundenen Parteien. Am 19. Februar soll es erstmals die Möglichkeit geben, in einer öffentlichen Veranstaltung in der Gaststätte "Märkische Schweiz" mehr über diesen Prozess zu erfahren. Auch die über das Ausschreibungsblatt des Landes Brandenburg und Internet ausgewählten Mediatoren von EcoScape werden sich zu dieser Gelegenheit vorstellen. Die hier vereinten Fachkräfte von unterschiedlichsten wissenschaftlichen Einrichtungen verstehen sich als Bindeglied zwischen der Forschung und der Praxis und möchten sich nutzbringend für beide Seiten einbringen. Die Auswahl von EcoScape macht für Dr. Annette Piorr, die Geschäftsführerin der jungen Firma, eines deutlich: "Obgleich das Unternehmen in Müncheberg firmiert, geht es offenkundig unbelastet in das Verfahren. Wir haben bisher keine Position zu diesem Konflikt bezogen und werden es auch weiterhin nicht tun." Ihr Part bestehe darin, sachorientiert und emotionslos den Vermittlungsprozess in Gang zu bringen und zu begleiten. Namentlich zuständig sein werden dafür Andrea Knierim und Frank Liebe. Die Diplomagraringenieurin aus Müncheberg, gleichzeitig Mitarbeiterin am Institut für Kommunikation landwirtschaftliche Beratung in Berlin, verfügt bereits über einschlägige Erfahrungen aus dem Bereich der Elbe. Vorrangig als Konfliktmanager wird sich Frank Liebe einbringen, auch im Berghoff-Forschungszentrum für Konfliktbearbeitung und Kommunikation tätig. Anrufe und die Frage nach Beteiligungsmöglichkeiten in dem angestrebten Verfahren hat es bei EcoScape bereits gegeben. Das Signal "Wir brauchen Hilfe" bedeutet beispielsweise "Wir öffnen uns", übersetzt Annette Piorr aus dem Kommunikationsvokabular. Alles andere müsse sich aus sich selbst heraus entwickeln, keiner dürfe sich gezwungen fühlen. Statt eines Ziels formuliert sie einen Wunsch: Initiativen für die Naturpark-Region sollen möglich und umsetzungsfähig bleiben.
|