Quelle: Märkische Oderzeitung, Strausberger Ausgabe vom 20.02.2001

Leserbrief

Jubiläum wirft Schatten voraus - 750 Jahre Buckow

Erster Ideenaustausch in Galerie Zum Alten Warmbad

Von
KATHLEEN BRANDAU

Buckow (MOZ) Ein großes Stadtjubiläum wirft seine Schatten voraus. Noch ist zwar nicht klar, an welchem Tag genau Buckow gegründet worden ist, dennoch soll der 750 Geburtstag der Stadt im Jahre 2003 gebührend gefeiert werden. Deshalb trafen sich vergangenen Sonnabend interessierte Buckower, um gemeinsam den festlichen Rahmen zu planen.

Von einem Festkomitee will Dr. Harro Hess, der gemeinsam mit Bürgermeister Hans-Ulrich Schulze zu dieser Auftaktveranstaltung in die Galerie Altes Warmbad eingeladen hatte, noch nicht sprechen: "Vorerst sollen Ideen und Vorschläge gesammelt werden von Gewerbetreibenden, Vereinen und allen interessierten Bürgern, denn es soll ein Fest aller Buckower werden", erklärte Dr. Hess, der an jenem Abend die Moderation der Ideenrunde übernommen hatte. Alle acht Wochen, so ist es geplant, sollen nun interessierte Bürger Gelegenheit haben, im Alten Warmbad zusammenzukommen, um gemeinsam Pläne zu schmieden, wie das Jubiläum gebührend gefeiert werden kann.

Eines steht fest: Um das Jahr 1253 wird bisher die Gründung des Kurortes vermutet denn in jenem Jahr wurde Buckow erstmals urkundlich erwähnt. Auf welchen Tag jedoch die Gründung datiert, gilt es noch zu prüfen. "Die ehemalige Bürgermeisterin hat es sich zur Aufgabe gemacht, zu erforschen, welches Datum am glaubwürdigsten erscheint", berichtet Hess. Sobald der genaue Termin feststehe, soll der offizielle, feierliche Akt des Jubiläums auf diesen Tag gelegt werden.

Ob es jedoch bei diesem einen Tag bleibt, ob die Feierlichkeiten zum Jubiläum gemeinsam mit den Buckower Rosentagen organisiert werden sollen oder ob das ganze Jahr 2003 hindurch Veranstaltungen zum 750. Geburtstag der Stadt geplant und bestimmte Akzente gesetzt werden- all das steht noch in den Sternen.

"Bisher haben sich zwei Gruppen herauskristallisiert: Die einen wollen zu den Rosentagen auch das Stadbubiläum feiern, die anderen bevorzugen die Geburtstagsfeier ein viertel Jahr später", berichtet Hess. Noch sei nichts entschieden.

"Wir wollen kein fertiges Konzept vorlegen, es soll allmählich wachsen unter Einbeziehung aller Interessierten", erklärt Dr. Hess.

Ungeklärt ist auch noch die Frage, ob es einen Festumzug geben wird oder einen Stadtspaziergang. "An der Kirche, der Apotheke, dem Bahnhof und dem Bäcker könnten die Leute eingeladen werden, zu verweilen und sich der Geschichte dieser Orte zu widmen", berichtet Hess von den Vorstellungen. Der Apotheker habe sich schon bereit erklärt, eine Bühne aufzustellen und die Geschichte seines Hauses vorzustellen. Das Kino könnte eine Ausstellung vorbereiten, die dokumentiert, welche Filme über Buckow im Laufe der Jahre gedreht worden sind. Der Bäcker könnte zu einem Exkurs in die Geschichte der Bäckereien in Buckow einladen. Nun sei eine Arbeitsgruppe gegründet worden, die erforschen soll, welche Punkte der Buckower Geschichte dokumentiert werden sollten von der Stadtgründung über den 30-Jährigen Krieg, das Kriegsende 1945 bis zur Wendezeit. Eine zweite Gruppe will , sich dem historischen Gewerbe in Buckow widmen. Hess zeigte sich erfreut von der konstruktiven Atmosphäre dieses ersten Ideenaustausches, der am 10. April im Alten Warmbad fortgesetzt werden soll. Interessenten sind dann wieder herzlich eingeladen.