Hoffnung auf den BubikopfFür die Weide gab es nur Rückschnitt oder FällungVonSIEGFRIED WAGNERBuckow (MOZ) Die Trauerweide vor dem Warmbad wurde Anfang der Woche zur Gefahrenabwehr radikal zurückgeschnitten. Zum Entsetzen vieler Buckower. Die Perle der Märkischen Schweiz hat viele Sehenswürdigkeiten, markante Punkte. Neben der Wurzelfichte gehört die Trauerweide auf dem zentralen Platz vor dem Warmbad und dem Kino dazu. Doch die 1924 anlässlich der Einweihung eines Kriegerdenkmals gepflanzte Weide ist hohl und krank, stark von Pilz befallen. Anfang der Woche wurde sie durch Mitarbeiter der Arbeitsfördergesellschaft Rehfelde radikal zurückgeschnitten. Nun steht die Weide völlig kahl da. Was bei vielen Buckowern Entsetzen ausgelöst hat. Die Weide sei regelmäßig von der Baumschutzkommission begutachtet worden, sagte gestern auf Anfrage Daria Swodenk vom Umweltamt Märkische Schweiz. Seit gut zwei Jahren werde im Umweltausschuss darüber gesprochen, wie mit der Weide umgegangen werden könne. Sie sei inzwischen hohl und stark von Pilz befallen. "Es gab nur die Wahl zwischen Fällung und radikalem Rückschnitt mit Hoffnung auf einige weitere Lebensjahre", sagte die Amtsmitarbeiterin. Da wegen der Astlast die Gefahr eines Auseinanderbrechens diagnostiziert worden war, habe sich der Ausschuss "schweren Herzens" mindestens für den Rückschnitt entscheiden müssen. Schon in einem halben Jahr werde die Weide wieder einen "Bubikopf haben", sagte gestern Bürgermeister Dr. Hans-Ulrich Schulze. Wenn auf dem angrenzenden Parkplatz ein Wohn- und Geschäftshaus entsteht, sei dies vielleicht der Zeitpunkt, die Weide zu fällen und eine neue zu pflanzen, sagte Schulze. Dies sei aber Zukunftsmusik. Er hoffe, so der Bürgermeister, dass die Weide bald ausschlägt und noch eine Zeit lang zu erhalten ist. Zu dem Rückschnitt sei einzig die Fällung die Alternative gewesen, versicherte er.
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