Quelle: Märkische Oderzeitung, Strausberger Ausgabe vom 03.06.1999


Werder

Mehrkosten für Dorfstraße jetzt im Etat

Werder (rs) Die mit je acht Personen zu besetzenden Wahlvorstände für die bevorstehende Europawahl und die Landtagswahl im September sind komplett. Das konnte nicht ohne Stolz Bürgermeisterin Heide von Bockelberg im Bericht an die Gemeindevertreter in der jüngsten Sitzung am Dienstag vermelden. Erfreulich sei auch, daß die Senioren des Dorfes für den erfolgreich eingeführten "Treff ab 60" keine Sommerpause wünschten. Zum Dorffest am 3.Juli 1999 lud die Bürgermeisterin die Einwohner von Werder ein.

Seit langer Zeit beschäftigten sich die Werderaner Gemeindevertreter wieder einmal mit einer Nachtragshaushaltssatzung. Der für die Gemeinde so wichtige Bau der Dorfstraße kostet viel Geld, und es bestand die Gefahr, daß in diesem Jahr die in Zeiten guten Wirtschaftens angesammelten Rücklagen "aufgefressen" werden. Kämmerin Rita Seelig hatte zusammen mit ihren Mitarbeitern und der Bürgermeisterin noch einmal alle Haushaltspositionen auf den Prüfstand gestellt und nach aktuellen Fakten korrigiert: Steuern, Umlagen, Mieten, Förderungen.

Die Gemeindevertretung konnte im Ergebnis dessen, eine Nachtragshaushaltssatzung mit einem Gesamtvolumen von 1,1 Millionen Mark mit einer um 172 000 Mark erhöhten Ausgabe für den Straßenbau beschließen. Aufgrund des kostengünstigen Firmenangebots wird es vermutlich sogar möglich sein, den geplanten Abschnitt links des Angers bis zum Garzauer Weg auszubauen. Die Gemeinde hat trotzdem noch eine solide Rücklage von zirka 80 000 Mark.

Parallel dazu wurde ebenfalls im Interesse des Straßenbaus ein verändertes Investitionsprogramm für 1999 beschlossen. Um den mit viel Aufwand geplanten Bau der Dorfstraße auch im Jahre 2000 weiterführen zu können; beschlossen die Gemeindevertreter trotz des zu erwartenden Hickhacks im Amtsausschuß auch für die Prioritätsliste des Gemeindefinanzierungsgesetzes 2000 eine Förderung in Höhe von 100 000 Mark zu beantragen. Allerdings so Marco Böttche vom Bauamt in Rehfelde, liegen die Wünsche der Amtsgemeinden schon jetzt dreimal so hoch, wie die vom Landkreis zu erwartende Summe für alle Anträge.