Zahl der Forstämter wird verkleinertWaldsieversdorf (bk) Um vier auf 14 wird sich im Land Brandenburg die Zahl der Forstämter bis zum Jahre 2005 verringern. Wie Forstamtsleiter Horst Tuscherer mitteilte, würden die Umstrukturierungen Ende 2001 beginnen. Entlassungen solle es nicht geben. Geplant seien "sozialverträgliche" Um- und Neubesetzungen. Mit der Amtsneuordnung dürfte die Müncheberger Forstverwaltung (Märkisch-Oderland) Forsten aus den Eberswalder und Hangelsberger Ämtern hinzubekommen. Reform verringert Zahl der ForstämterMüncheberger Behörde für mehr Wald zuständigWaldsieversdorf (bk/MOZ) Um 40 000 auf 82 000 Hektar Waldfläche wird die hoheitliche Verantwortung des Amtes für Forstwirtschaft Müncheberg anwachsen. "Nach derzeitigem Erkenntnisstand", betont Amtsleiter Horst Tuchscherer vorsichtig. Mit der geplanten Strukturreform des Landesforstamtes bis zum Jahr 2005 wird sich die Zahl der Forstämter im Land Brandenburg von derzeit 18 auf 14 verringern. Mit der Amtsneuordnung erhält die Müncheberger Forstverwaltung mit Sitz in Waldsieversdorf Forsten aus den Eberswalder und Hangelsberger Ämtern hinzu. So die Vorstellungen. Zu den bisherigen Waldflächen in Märkisch-Oderland, die bereits heute zu mehr als zwei Dritteln in Verwaltungsregie der unteren Müncheberger Forstbehörde liegen, kommen drei Reviere aus der Oberförsterei Freienwalde-Süd und zwei Reviere aus der Oberförsterei Erkner nach Müncheberg. Begonnen werden soll mit diesen langfristigen Umstrukturierungen Ende 2001. Entlassungen, so Amtsleiter Tuchscherer, soll es nicht geben, sondern "sozialverträgliche" Um- und Neubesetzungen, für die sich jeder bewerben könne. Die angestrebte Verwaltungsreform habe nicht nur einsparende finanzielle Gründe, sondern sei auch den veränderten Besitzverhältnissen in der Forst geschuldet, der weiteren Privatisierung von Treuhandwaldflächen. Besitzer von großen Waldbeständen hielten sich meist einen eigenen Förster. Ein erster Vorläufer der Strukturreform im Amt für Forstwirtschaft Müncheberg ist das Zusammenlegen der Oberförstereien von Heidekrug und Strausberg. Sie trägt den Namen Oberförsterei Strausberg und wird auch einmal ihren Sitz in Schlagmühle in der Garzauer Straße in Strausberg haben. "Das Gebäude gehört der Forstverwaltung, befindet sich aber in keinem guten baulichen Zustand", betont Tuchscherer. "Die Sanierung des Hauses wird angesichts knapper Landesmittel noch eine Weile auf sich warten lassen müssen. Deshalb bleibt der Sitz der neuen Oberförsterei Strausberg, geleitet von Thomas Pietschmann, gegenwärtig noch im Forsthaus Lattbusch an der Chaussee zwischen Prötzel und Tiefensee." Damit haben sich die Oberförstereien im Amtsbereich von fünf auf vier reduziert. Verringert werden sollen mit der Strukturreform auch die Revierförsterstellen von 30 auf 25. "Wir haben allerdings derzeit nur 23 Stellen besetzt. Ehemalige Funktionsingenieure der Oberförsterei Heidekrug übernahmen Revierförsterstellen, wie Guido Tornow die Revierförsterei in Diedersdorf", so Tuchscherer. Sabine Runnewitz sei in die Oberförsterei Seelow gewechselt, erklätte er weiter. Oberförsterei Strausberg. Oberförster Thomas Pietschmann, Forsthaus Lattbusch, Telefon (033436) 219, Revierleiterin Spitzmühle Elke Seelig, Telefon (03341) 42 13 91. |