|
|
Unter dem Begriff "Ostbahn" versteht der Eingeweihte die Verbindungzwischen Berlin und Kostrzyn im Nachbarland Polen. Hier verkehren die Regionalbahn 26 und die S-Bahn nach Strausberg oder Strausberg Nord. Sowohl die kommunalen Verwaltungen der umliegenden Kreise und Gemeinden wie auch die Verkehrsbetriebe -insbesondere natürlich DBRegio - denken hier über optimale Bedingungen für die Fahrgäste nach. Als Grundlage für künftige Entscheidungen gaben sie beim Berliner Büro ETC Transport Consultants ein Gutachten in Auftrag. Es ergab vor allem zu vier Problemen Aufschluß. Frage 1: Im Stundentakt auch von Seelow-Gusow bis Kostrzyn?
Bislang fährt die RB 26 im Wechsel Zwei-Stunden-Takt jeweils von Berlin bis Seelow Gusow bzw. bis Kostrzyn.
Nach den vom Gutachten ermittelten Fahrgastzahlen, die hier für einen durchgängigen Stundentakt
ermittelt wurden, konnte sich Regionalbahnchef Hans Leister bei einer ersten Auswertung der Expertise mit den
beteiligten Auftraggebern Ende April bereits festlegen: "Wir peilen den Stundentakt an. Auch einen
Zwei-Stunden-Takt von Kostrzyn weiter bis Gorzow (Landsberg/Warte). Und wir werden hier neue Fahrzeuge
einsetzen. Mit den alten Zügen ist kein Staat mehr zumachen." Frage 2: Ist es sinnvoll, für den Anschluß der Ostbahn in Richtung Frankfurt(Oder) Bahnen in Seelow-Gusow (bzw. Seelow/Mark) zu "flügeln"? Oder bleibt es beim bislang üblichen Umsteigen in Werbig?
Auch dazu konnte Hans Leister bereits seine Meinung zusammenfassen: Die vom Gutachten ermittelten Zahlen
rechtfertigen es nicht, vom Zug nach Küstrin einen Teil abzukoppeln und auf einer neuen Schleife nach
Frankfurt (Oder) zu führen. Damit so das Gutachten - wären pro Tag lediglich 180 Fahrgäste
mehr zu erwarten. |
Frage 3: Welches ist das günstigste Verkehrsmittel zwischen Strausberg und Strausberg Nord ?
Laut Gutachten wäre es am wirtschaftlichsten, nur die Straßenbahn fahren zulassen. Die meisten
Fahrgäste sind jedoch zugewinnen, wenn außerdem die S-Bahn im angepeilten 20-Minuten-Takt
verkehrt (derzeit besteht die Verbindung nur alle 40 Minuten). Bis zum Jahr 2010 sagt das Gutachten für
diese Variante eine Steigerung der Anzahl der Fahrgäste pro Tag von derzeit 10.500 auf 14.200 voraus. Frage 4: Welche Entscheidung ist für die viel diskutierte Verbindung. auf der stillgelegten Strecke zwischen Müncheberg und Buckow zu treffen?
Der beliebte Ausflugsort ist derzeit von Müncheberg aus mit dem Bus zu erreichen. An den Wochenenden der
Saison wird dies derzeit von 336 Reisenden pro Tag genutzt. Gesetzt den Fall, im Jahr 2010 wäre eine
durchgehende Verbindung von Berlin aus verfügbar, so sagt die Prognose aus, daß sie dann von 810
Fahrgästen genutzt würde. Der vor der Stillegung übliche Pendelverkehr von Müncheberg aus
würde 559 Personen pro Tag in die Züge locken. Hans Leister: "Eine Bestellung für den
Regionalverkehr auf dieser Strecke liegt nicht vor. Die Bestrebungen, sie als Museumsbahn vom Eisenbahnverein
Märkische Schweiz betreiben zu lassen - sinnvollerweise im 60-Minuten-Pendelverkehr - müssen weiter
durchdacht werden." |
